Der langfristige Erhalt des Heilig-Geist-Ensemble von Alvar Aalto ist akut gefährdet.

Quelle: Maija Holma, Alvar Aalto Foundation, 2019

Das denkmalgeschützte Heilig-Geist-Ensemble ist eines der drei Bauwerke des berühmten finnischen Architekten Alvar Aalto, die er in Wolfsburg (Niedersachsen) Anfang der 1960er Jahre realisiert hat.

Die aus Kirche, Glockenturm, Gemeindezentrum und Pfarrwohnhaus bestehende und durch einen Kindergarten ergänzte Gebäudegruppe stellt ein herausragendes und international bedeutsames Kulturerbe dar.

Sich klimabedingt verändernde Boden- und Wasserverhältnisse beeinflussen die Tragfähigkeit des Baugrunds. Dies führt zu fortschreitende Rissbildungen in der Tragkonstruktion der Gebäude. Zudem führen Undichtigkeiten im Dach zum Wassereintritt. Feuchtigkeit sowie Korrosion schädigen zunehmend die Gebäudekonstruktionen.

Um dieses bedeutende Denkmal zu bewahren, wurde die gemeinnützige Heilig-Geist-Ensemble gUG (haftungsbeschränkt), kurz HGE, gegründet. Auf Grundlage von umfassenden technischen Analysen wurde ein schrittweiser Sanierungsplan für die Gebäude entwickelt.

In enger Kooperation mit der zuständigen Evangelischen Lukas-Gemeinde verfolgt das Team der HGE das Ziel, ein langfristiges und gemeinwohlorientiertes Nachnutzungskonzept zu etablieren: den KAMPUS ALVAR AALTO.

Mit eurer Unterstützung können die ersten notwendigen Sicherungsmaßnahmen schnell durchgeführt und ein denkmalgerechtes Sanierungskonzept ermöglicht werden. 

Eine zugehörige Homepage wird in Kürze detaillierte Informationen zum Kampus Projekt und zur Spendenaktion bieten. Schon jetzt kann aber geholfen werden:

 

Pressetext

Gemeinnützige Initiative plant „Kampus* Alvar Aalto“ zur Sicherung des Heilig-Geist-Ensembles

Eine Gruppe von internationalen Fachleuten will die Rettung des Gebäude-Ensembles in Wolfsburg mit einer Vision für den Arbeits- und Lebensstandort Wolfsburg verbinden.

Das weitgehend leerstehende Heilig-Geist-Ensemble in Klieversberg als internationalen Kulturstandort zu revitalisieren und nachhaltig für die Stadt Wolfsburg zu etablieren ist ihre Vision. Unter der Projektverantwortung des Architekten Oliver Czaia wurde dafür eine gemeinnützige Gesellschaft mit Sitz in Wolfsburg gegründet. Ziel ist die Schaffung des „Kampus Alvar Aalto“ rund um die Heilig-Geist-Kirche – als Ort für Kunst, Kultur, Bildung und Gemeinwesen.

Geplant sind internationale Residenzen für Künstler:innen verschiedener Sparten (bildende und darstellende Kunst, Musik, Literatur), die bis zu sechs Monate hier leben und arbeiten können – erstmals mit dem Modell einer Familienresidenz, sodass Nachwuchs und Partner mitgebracht werden dürfen. 

Die auf dem Kampus gelegene Heilig-Geist-Kita soll nach über elf Jahren Leerstand wiederbelebt werden; eine bereits mit den Fachbereichen Denkmalschutz, Stadtplanung und Soziales weitestgehend abgestimmte bauliche Erweiterung ermöglicht künftig die Betreuung von bis zu 85 Kindern unter der gewünschten Trägerschaft des Kirchenkreises Wolfsburg‑Wittingen. 

Die Heilig-Geist-Kirche bleibt als religiöser Ort für die evangelische Lukas-Gemeinde erhalten und öffnet sich interessiertem Publikum für kulturelle Veranstaltungen und Begegnungen.

Das Projekt profitiert von der internationalen Strahlkraft des Architekten Alvar Aalto: „Besonders stolz sind wir auf die Unterstützung des Enkels von Alvar Aalto, Henrik Aalto, der uns das Nutzungsrecht des Namens ‚Kampus Alvar Aalto‘ bewilligt hat“, so die eng mit der Lukas-Gemeinde und der Landeskirche kooperierende Projektgruppe. Räume für Kreativität und soziales Miteinander, ein Projekt das mit so namhaften, unterstützenden Partnern wie dem Goethe Institut, dem Finnland-Institut, dem Kunsthaus des BBK und der TU Braunschweig aufwartet.

Die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude stellt eine große Herausforderung dar. „Die Häuser von Aalto sind einzigartige Gesamtkunstwerke und müssen mit Respekt und Sensibilität behandelt werden. Die sparsamen Konstruktionen der Nachkriegsmoderne erfordern bei gleichzeitigen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz besondere Lösungen“, erklärt die verantwortliche Architektin Ira Simone Schnadenberger‑Czaia. 

Fast zwei Jahre lang hat das Team in Abstimmung mit den kirchlichen Vertretern, dem Niedersächsischen Landesdenkmalamt  sowie den Wolfsburger Behörden Bestandsuntersuchungen und Planungen durchgeführt; die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wird als sehr konstruktiv beschrieben. 

Die Einreichung der notwendigen Bauanträge ist für diesen Mai geplant; bei zügiger Genehmigung soll die Umsetzung möglichst noch Ende 2026 beginnen. Geplant sind sukzessive Sanierungsinvestitionen von bis zu 9 Millionen Euro. Aufgrund des akuten Handlungsbedarfs zur Sicherung der Bausubstanz wurde von der Initiative eine Online‑Spendenplattform eingerichtetdie einen kurzen Überblick zum Projekt bietet; eine ausführliche Projekt‑Homepage mit Informationen zum zukünftigen Kampus und Details zur Spendenaktion ist im Aufbau.

Den Beteiligten liegt daran, überparteilich für diesen Plan ganz Wolfsburg in dies gemeinnützige, internationale Projekt einzubinden.

* Kampus ist die finnische Schreibweise von Campus

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